Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege

Zwiebel

Synonyme
Allium cepa
Zusammensetzung
Ganze Knolle, geschält

Leitgedanke

Die Zwiebel gehört als Wurzelgemüse zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie ist eine prall gefüllte, wässrig schleimige tropfenförmige Knolle mit kleinen feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden  Schalen. Die äusserste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden.  So zeigt sich im Bild der Zwiebel eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.
Sie  enthält viel Allicin, eine schwefelhaltige Säure, die man beim Aufschneiden deutlich riecht, die Tränen und Brennen der Augen auslöst, im Kontakt mit der Mundschleimhaut einen Schärfereiz bewirkt, auf der Haut hingegen ein Kribbeln und Kühle hervorruft. Der  wässrige Schleim, die Allylsulfensäure wirkt entzündungshemmend und schmerzlösend bei Stauungen und  Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den  Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut. Akute und stockende chronische Entzündungen werden durch die sulfurischen Wärmeprozesse ausgeleitet.

Indikationen und Anwendungsformen

Angina, eitrige

Erkältung

Grippaler Infekt

Infekt der oberen Luftwege

Mittelohrentzündung

Ohrenschmerzen

Otitis media

Schnupfen

Seitenstrangangina

Sinusitis

Tonsillitis

Zahnschmerzen bei Entzündung